

Brutales 5:1! SpVg. Porz ringt in Unterzahl mit großer Moral und Schwerstarbeit Eintracht Hohkeppel 82 Minuten eine Zitterpartie ab!
Ergebnis entspricht keineswegs dem Spielverlauf – Gelb-Rotes-Ticket für Mrkalj (45.) Knackpunkt der Partie – Trotz 5. Niederlage am Stück, Porz bleibt weiter auf Position 12
Nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie in der Mittelrheinliga zog Regionalliga-Absteiger SV Eintracht Hohkeppel die Reißleine und stellte Giuseppe Brunetto als neuen Übungsleiter ein. Mit ihm an der Seitenlinie gelang nun der erhoffte Befreiungsschlag: Dank vier Treffern in der Schlussphase triumphiert der Aufstiegsanwärter mit 5:1 (0:1) über die SpVg Porz. Während Brunetto allen voran mit seinen Wechseln ein gutes Händchen bewies, hadert sein Gegenüber Jonas Wendt mit dem „sehr harten“ Platzverweis gegen Mittelfeldmann Tomislav Mrkalj unmittelbar vor der Halbzeit.
Schon im Hinspiel wusste die SpVg Porz gegen den Favoriten aus Hohkeppel zu überzeugen, am Ende gelang gar ein 4:2-Heimerfolg über Hohkeppel.
Selbiges sollte dem Kellerkind heute verwehrt bleiben, auch wenn der erste Spielabschnitt durchaus vielversprechend begann: „Der Matchplan ging in der ersten Halbzeit komplett auf: Hohkeppel hatte in der ersten Halbzeit keine Torchance. Wenn man bedenkt, welches Personal sie aufbieten, haben wir defensiv absolut nichts zugelassen. Wir waren top eingestellt und alles ist aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten“, lobt SpVg-Coach Wendt die Leistung seiner Elf im ersten Durchgang in den höchsten Tönen.
Porz belohnt sich für starken Auftakt
Dass kurz vor der Halbzeitpause dann auch noch die Führung folgte, ließ den Matchplan des Außenseiters vollends aufgehend: Marciano Aziz verwertete die Vorarbeit von Eung-yu Kim zum 0:1 (45.). Doch im direkten Gegenzug folgte dann der entscheidende Wendepunkt der Partie. Mittelfeld-Akteur Tomislav Mrkalj sah die zweite Gelbe Karte und wurde von Schiedsrichterin Eva Kastenholz vom Platz gestellt.
Aus den Augen von Wendt eine ebenso fragwürdige wie folgenschwere Entscheidung: „In der 45. Minute kam dann der ‚Gamebreaker‘. Wir kassieren eine sehr, sehr harte Gelb-Rote Karte. Sie war zwar regeltechnisch vertretbar, aber mir fehlte da komplett das Fingerspitzengefühl für die Dynamik dieses Spiels“, ließ der 43-jährige Übungsleiter kritisch verlauten und führte an: „Die Entscheidung hat uns gezwungen, in der Halbzeit komplett umzustellen.“
Zwar gelang es dem Favoriten aus Hohkeppel in Hälfte eins tatsächlich nicht, wirklich viel Torgefahr zu kreieren. Dennoch sprachen die Spielanteile für die Hausherren, wie auch Cheftrainer Giuseppe Brunetto positiv hervorhebt: „Wir sind in der ersten Halbzeit ganz gut reingekommen. In den ersten zehn Minuten hatten wir viel Ballkontrolle, aber nichts wirklich Zwingendes. Mit zunehmender Spielzeit wurde es ein zerfahrenes Spiel, in dem sich beide Mannschaften im letzten Drittel kaum durchsetzen konnten“, analysierte der Neu-Trainer die Leistung seiner Elf vor dem Seitenwechsel.
Aus Sicht des 53-Jährigen waren es dann allen voran die personellen Umstellungen in Person von Robin Theisen und Dennis Pinchuk, die nach dem Wiederbeginn für die Wende sorgten: „Wir haben dieses Spiel von der Bank aus gedreht. Beim ersten Tor setzt sich Robin über die linke Seite gut durch, steckt den Ball ins Zentrum und Pinchuk macht das 1:1“, blickt der Chefcoach auf den Start in den zweiten Spielabschnitt und den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer in der 62. Minute zurück.

Anschließend war es dann ein Eigentor von Porz-Verteidiger Benjamin Winnersbach, dass acht Minuten vor Spielende die Führung Hohkeppels besorgte (82.) und zugleich eine torreiche Schlussphase einläutete. Denn nur wenige Minuten darauf trugen sich auch Joker Theisen, Ishak Adahchur und Rudolf González in die Torschützenliste ein und sorgten für klare Verhältnisse.
Das erfolgreiche Debüt an der Seitenlinie der ersten Mannschaft der SV Eintracht Hohkeppel bewertet Brunetto schlussendlich wie folgt: „Das Spiel hat natürlich Körner gekostet, aber wir haben dann noch das vierte und fünfte Tor nachgelegt. Unterm Strich ist das aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter Sieg“, schlussfolgert der Coach und ergänzt: „Vor allem darauf, wie dieser Sieg zustande gekommen ist, kann man absolut stolz sein.“
Trotz bitterem Ausgang: SpVg richtet „Blick nach vorne“
Etwas anders war die Gemengelage nach Abpfiff bei der SpVg aus Porz und seinem Cheftrainer Wendt zu vernehmen. Aus Sicht des Übungsleiters habe seine Mannschaft zwar auch in Unterzahl ein starkes Spiel gemacht, die Niederlage schlussendlich aber mit einem Mann weniger nicht abwenden können: „Hohkeppel hat uns mit einem Mann mehr extrem hinten reingedrückt, aber was wir da wegverteidigt hab, war Wahnsinn“, richtet Wendt ein großes Lob an die Defensivarbeit seines Teams. „Auch nach dem 1:1 sind wir nicht auseinandergebrochen. Das 1:2 war dann unfassbar unglücklich. Dass die Moral nach 85 Minuten Schwerstarbeit dann kurz nachlässt, ist menschlich und legitim“, schlussfolgert der Trainer weiter.
Trotz des durchaus bitteren Spielverlaufs könne die SpVg mit erhobenem Haupte in die anstehende Trainingswoche gehen, wie Wendt anführt: „Insgesamt wäre heute deutlich mehr drin gewesen. Mit elf Mann hätten wir Hohkeppel im Umschaltspiel richtig wehtun können, da sie hätten aufmachen müssen. Wir gehen heute definitiv nicht als Verlierer vom Platz“, merkt Wendt positiv an und verweist auf die Patzer der Verfolger Sportfreunde Düren und FC Teutonia Weiden:

„Was uns Mut macht: Die Konkurrenz aus Weiden und Düren hat ebenfalls verloren, der Abstand bleibt gleich. Aber viel wichtiger ist das Gesicht, dass wir heute gezeigt haben. Das ist genau das, was wir vorleben wollen“ bilanziert der Übungsleiter. Während die SpVg somit unverändert auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz verharrt, meldet sich Hohkeppel im Aufstiegsrennen zurück und steht mit einem Zähler Rückstand auf den VfL Vichttal und den Siegburger SV auf Rang vier.
Spielbericht mit Dank von unserem fupa.net-Kollegen Tom Kunze übernommen).
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Liga Update:
In der Abstiegsregion bleibt es auch nach der fünften Niederlage in Folge für die SpVg. Porz (20) alles beim Alten. Wieder hat die Konkurrenz mitgespielt und somit keine Punkte einhamstern können. Lediglich der FC Hennef (23) hat seine Hausaufgaben gemacht, ansonsten stehen aktuell Aufsteiger SF Düren (14), Teutonia Weiden (12) und dem FC Pesch (8) auf den drei Abstiegsplätzen.
An der Tabellenspitze bleibt es für den Primus SV Bergisch Gladbach 09 (51 Pkt.) beim 5-Punkte-Vorsprung vor dem Siegburger SV (46) und dem VfL Vichttal (46). Regionalliga-Absteiger Eintracht Hohkeppel (45) muss bei noch 8 ausstehenden Spielen auf Patzer der Spitzenteams hoffen.
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Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz): „Wir haben der Eintracht heute einen großen Kampf geboten. Ich bin stolz über die Leistung und den Willen unserer Jungs, deshalb gehen wir hier nicht als Verlierer vom Platz. Wir nehmen hier zwar keine Punkte mit, aber ein großes Stück Mentalität, mit denen wir in den nächsten Spielen die Aufgaben angehen und bestehen werden.“

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Abpfiff nach 24 Jahren: Der Porzer Fußballticker verabschiedet sich in den Ruhestand
Liebe Fußballfreunde,
mit dem Ende der laufenden Saison 2025/2026 wird der Porzer Fußballticker seine legendäre Pressearbeit einstellen. Nach fast einem Vierteljahrhundert – insgesamt 24 ereignisreichen Jahren – legen wir die Tastatur beiseite und verabschieden uns von der digitalen Seitenlinie.
Doch wir ziehen nicht von heute auf morgen den Stecker! Um diesen
Meilenstein gebührend zu feiern und uns von jedem Platz angemessen zu verabschieden, startet ab sofort unsere offizielle Abschieds-Tournee.
Bis zum finalen Saisonende am 7. Juni 2026 werden wir die Porzer Sportplätze noch einmal mit besonderer Intensität besuchen. Wir wollen die
verbleibenden Monate nutzen, um die Atmosphäre aufzusaugen, alte Weggefährten zu treffen und die Geschichten schreiben, die unseren Lokalfußball so einzigartig machen.
In den nächsten Wochen werden wir auch unser großes Archiv noch einmal durchforsten, alles ein wenig Revue passieren lassen und ein wenig in Erinnerungen schwelgen. Dazu veröffentlichen wir jeden Freitag bis zum Schluss noch einige Sonderausgaben. Begleitet uns auf dieser letzten Reise durch die Stadien unseres Stadtbezirks.
Mit den besten Wünschen
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- Siehe Thema „Interviews“: https://porzer-fussballticker.de/24-jahre-fussballticker-rueckblick-die-aera-der-interviews/
- Siehe Thema „Redaktionsmitarbeiter“: https://porzer-fussballticker.de/die-unsichtbaren-helden-beim-porzer-fussballticker/
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