Bittere 1:3-Schlappe! SpVg. Porz geht nach vierter Niederlage am Stück auf dem Zahnfleisch! 

Luca Fünfzig trifft nach nur 180 Sekunden mit Führungstreffer – Glück im Unglück: Alles bleibt beim Alten – Nach Ostern bei Eintracht Hohkeppel

Für die SpVg. Porz kommt es derzeit wirklich knüppeldick. Neben den Langzeitverletzten gesellte sich am Sonntag auch noch Keeper Mittenzwei mit einer Armverletzung hinzu, womit die Planungen des Porzer Coach Jonas Wendt ordentlich durcheinandergewirbelt wurden. Doch nicht nur das: Auch Ersatzkeeper Wollnik musste wegen einer persönlichen Verpflichtung diesmal passen.

So kam der 35-jährige Kevin Bachem, der erst seit der Winterpause im Kader der SpVg. steht und sich eigentlich mehr dem Torwarttraining widmen sollte, unverhofft zu seinem ersten Mittelrheinliga-Match. Nach einer anfänglichen Nervosität machte der „Frischling“ aber seine Arbeit gut, konnte aber letztendlich nicht die vierte Niederlage in Folge gegen TuS Königsdorf verhindern. Dabei hatte die Wendt-Elf nach dem Spiel erneut das Glück, dass alle Abstiegskonkurrenten ebenfalls sieglos blieben und sich somit nichts am 6-Punkte-Vorsprung und Rang 12 für die Rothosen änderte.

Der Sekundenzeiger hatte sich gerade dreimal gedreht, da zappelte das Leder bereits im Königsdorfer Kasten. Fünfzig war zur Stelle und markierte die frühe 1:0-Führung. Doch nur zwei Minuten später gelang den Gästen nach einem Eckball der 1:1-Ausgleich durch Khvedelidze per Kopf. Im weiteren Verlauf avancierte der TuS zur besseren Elf und kam bei schnellem Spiel über die Außenpositionen immer wieder zu gefährlichen Aktionen.

Porz hatte in der Defensive alle Hände voll zu tun und konnte froh sein, dass man mit einem Remis in die Pause ging. Wer jetzt erwartet hatte, dass die Gäste weiter ihre Spielhoheit fortsetzen wurde enttäuscht. Spielerisch war man dem Gastgeber zwar überlegen, konnte diesen Vorteil aber nicht in zählbares ummünzen. Die Wendt-Elf begann forsch und kam besser in den zweiten Abschnitt.

In dieser Phase waren Ansätze der alten Porzer Tugenden erkennbar, aber auch hier blieb man letztendlich ohne Torerfolg. In der 65. Min. konnte SpVg-Kapitän Rostock einen durchgelaufenen TuS-Akteur nur noch mit Foul im Strafraum bremsen, worauf der Schiri auf Elfmeter und Rote Karte für Rosteck korrekt entschied. Kürmali ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte mit etwas Glück zur erneuten 1:2-Führung.

Keeper Bachem roch die Ecke, hatte auch noch die Finger dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Trainer Wendt versuchte mit einem Doppelwechsel noch mal Impulse zu setzen, doch die derzeit anfällige Porzer Defensive kassierte dann in der 84. Min. durch Agaltsev den endgültigen 1:3-Knock-out. Insgesamt geht die Niederlage in Ordnung, da die Gäste über das reifere Spiel verfügten, während die SpVg. nicht die unbedingte Gier und den letzten Fight auf den Rasen bringen konnte.

 

Liga Update:

In der Abstiegsregion bleibt es auch nach der neuerlichen Heimniederlage der SpVg. Porz (20) alles beim Alten. Grund dafür ist der Umstand, dass alle Kellerkinder punktlos blieben, womit es bei der Konstellation FC Hennef (20), Aufsteiger SF Düren (14), Teutonia Weiden (12) und dem FC Pesch (8) bleibt.

An der Tabellenspitze konnte der SV Bergisch Gladbach 09 (50 Pkt.) seinen Siegeszug fortsetzen. Neuer Tabellenzweiter ist jetzt der VfL Vichttal (45), der genauso wie der Siegburger SV (43) von der Niederlage von Eintracht Hohkeppel (42) profitierte.

 Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz): Wir hatten einen optimalen Start, haben aber dann nach dem schnellen Ausgleich von Königsdorf nach einer knappen halben Stunde die Spielhoheit verloren. Nach der Pause waren wir zunächst die etwas bessere Elf, bis die Rote Karte für Rosteck uns auf die Verliererstraße brachte.

Wir profitieren immer noch von unserem Vorsprung, aber nur weil die Konkurrenz allesamt verloren hat. Das geht nicht immer gut. Wir haben aktuell keine einfache Phase, doch wir haben auch schon oft bewiesen, dass wir gerade dann unser wahres Gesicht zeigen.“ 

Abpfiff nach 24 Jahren: Der Porzer Fußballticker verabschiedet sich in den Ruhestand

Liebe Fußballfreunde,

mit dem Ende der laufenden Saison 2025/2026 wird der Porzer Fußballticker seine legendäre Pressearbeit einstellen. Nach fast einem Vierteljahrhundert – insgesamt 24 ereignisreichen Jahren – legen wir die Tastatur beiseite und verabschieden uns von der digitalen Seitenlinie.

Doch wir ziehen nicht von heute auf morgen den Stecker! Um diesen Meilenstein gebührend zu feiern und uns von jedem Platz angemessen zu verabschieden, startet ab sofort unsere offizielle Abschieds-Tournee.

Bis zum finalen Saisonende am 7. Juni 2026 werden wir die Porzer Sportplätze noch einmal mit besonderer Intensität besuchen. Wir wollen die verbleibenden Monate nutzen, um die Atmosphäre aufzusaugen, alte Weggefährten zu treffen und die Geschichten schreiben, die unseren Lokalfußball so einzigartig machen.

In den nächsten Wochen werden wir auch unser großes Archiv noch einmal durchforsten, alles ein wenig Revue passieren lassen und ein wenig in Erinnerungen schwelgen. Dazu veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen bis zum Schluss noch einige Sonderausgaben. Begleitet uns auf dieser letzten Reise durch die Stadien unseres Stadtbezirks.

Mit den besten Wünschen