4:1-Pleite beim SSV Bornheim! SpVg. Porz findet gegen den Aufsteiger keine gute Lösungen! 

Führungstreffer von Kizil zu wenig – Wendt-Equipe bleibt auf Rang 12 mit 6-Punkte-Polster – Nächste Woche kommt Königsdorf

Die SpVg. Porz verlor nach der bitteren 1:5-Pleite gegen Siegburg auch ihr gestriges Ligamatch beim Aufsteiger SSV Bornheim mit 4:1 (2:0). Dank der aus Porzer Sicht guten Ergebniskonstellation der Konkurrenz bleibt für die Wendt-Elf alles beim alten 6-Punktevorsprung auf die Abstiegsplätze. Trotzdem gilt klar festzuhalten, dass die Rothosen nach der dritten Niederlage in Serie weiter im unteren Tabellendrittel feststecken. Der Liganeuling aus Bornheim baute hingegen den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf komfortable elf Zähler aus. Porz hingegen kassierte die dritte Niederlage in Serie und steckt weiter im unteren Tabellendrittel fest.

Porz geht in Führung

Die Gäste erwischten zunächst den besseren Start. Metin Kizil brachte Porz nach einer Standardsituation in der 14. Minute in Führung. Bornheims sportlicher Leiter Sharifo Osmaan erklärte, man habe „den Ball nach dem Freistoß nicht konsequent genug geklärt“, sodass Kizil einschieben konnte.

Auch Porz-Trainer Jonas Wendt sah seine Mannschaft gut im Spiel. Man sei „über weite Strecken auf Augenhöhe“ gewesen und habe sich die Führung verdient. In der 30. Minute bot sich sogar die große Chance auf das 2:0, doch André Rosteck scheiterte mit einem Kopfball an einer starken Parade von Torwart Tom Buhl. „Wenn wir da das 2:0 machen oder mit dieser Führung in die Pause gehen, sieht das Spiel wahrscheinlich anders aus“, so Wendt.

Bornheim dreht das Spiel vor der Pause

Stattdessen kippte die Partie noch vor dem Seitenwechsel zugunsten der Gastgeber. Bornheim übernahm zunehmend die Kontrolle und kam zu mehreren Möglichkeiten. In der 41. Minute erzielte Atemlefeh Morfaw nach Vorarbeit von Cedric Abresch den Ausgleich.

Nur wenig später drehte Bornheim das Spiel komplett: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Marius Jennes nach Vorlage von Justin Krausa zum 2:1. Für Wendt waren diese Gegentore vermeidbar. „Wir bekommen zwei völlig unnötige Gegentore, weil wir in den entscheidenden Momenten nicht wach genug sind.“

Porz drückt – Bornheim bleibt effizient

Nach dem Seitenwechsel kam Porz engagiert aus der Kabine und übernahm phasenweise die Initiative. Wendt sah seine Mannschaft bis zum 1:3 „klar besser“ und sprach von einem Spiel „auf ein Tor“. Doch die Gäste belohnten sich nicht. „Oft ein Kontakt zu viel, noch ein Haken, anstatt zielstrebig abzuschließen“, beschrieb er das Problem im letzten Drittel.

Bornheim hingegen zeigte sich effizient. In der 72. Minute erhöhte Nils Wolters nach Vorlage von Julio Molongua auf 3:1. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.

Jennes setzt den Schlusspunkt

In der Nachspielzeit sorgte erneut Marius Jennes für den Endstand. Nach Vorarbeit von Danny Simmo traf er zum 4:1 und schnürte damit seinen Doppelpack. Osmaan zeigte sich entsprechend zufrieden: „Am Ende steht ein verdienter Heimsieg. Mit etwas mehr Cleverness im Abschluss hätten wir sogar noch ein bis zwei Tore mehr erzielen können.“ Der Matchplan sei „voll aufgegangen“.Porz kämpft – aber ohne Ertrag

Trotz der klaren Niederlage stellte Wendt die Einstellung seiner Mannschaft heraus. „Von der Einstellung her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Allerdings müsse man wieder lernen, Spiele selbst zu entscheiden, anstatt auf Ergebnisse anderer Teams zu hoffen.

Zudem bleibt die Personalsituation angespannt. Mit Daniel Spiegel fällt neben Taylan Gülmez und Buhari-Ibn Tusina ein weiterer Spieler voraussichtlich langfristig aus. Mit dem gesperrten Etienne Kamm und Luca Fünfzig fehlten zwei weitere wichtige Leistungsträger oder angeschlagen.

Blick nach vorne

Während Bornheim mit breiter Brust auf die nächste Aufgabe blickt – auswärts bei Teutonia Weiden – muss Porz schnell zurück in die Spur finden. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt zwar noch sechs Punkte. Am kommenden Wochenende will man im Heimspiel gegen Königsdorf wieder dreifach punkten.

(Mit bestem Dank und Genehmigung von Redakteur Andreas Santner übernommen)

 

Liga Update:

Im Tabellenkeller konnte die SpVg. Porz (20) trotz der 1:4-Niederlage beim SSV Bornheim seinen 6-Punkte-Vorsprung vor der Konkurrenz behaupten und nimmt Rang 12 ein, punktgleich mit dem FC Hennef (20). Aufsteiger SF Düren (14) und auch Teutonia Weiden (12) blieben ebenfalls erfolglos am Wochenende und müssen weiter hoffen. Das abgeschlagene Schlusslicht FC Pesch feierte einen Sieg über Hennef und konnte sich als Letzter auf 8 Punkte verbessern.

An der Spitze setzte der SV Bergisch Gladbach 09 (47 Pkt.) mit einem 4:2-Auswärtssieg bei Eintracht Hohkeppel ein dickes Meisterschaftszeichen und verschaffte sich einen komfortablen 5-Punkteabstand auf die Bergischen (42). Auf Rang 3 folgt der punktgleiche VfL Vichttal (42) und der Siegburger SV (40), die spiellos Zähler einfuhren, weil Weiden wieder einmal für ein negatives Novum in der 5. Spielklasse sorgte.

 Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz): Wir hatten heute nach dem Führungstreffer die große Möglichkeit auf 0:2 stellen, haben sie aber nicht genutzt. Dann kassieren wir wieder dumme Tore und gehen auch noch mit einem Rückstand in die Pause. Nach dem Wechsel waren wir die bessere Elf, ließen aber im Abschluss die vielzitierte Kaltschnäuzigkeit vermissen. Bornheim machte es dann besser und geht somit als Sieger vom Platz.“   

🏁 Abpfiff nach 24 Jahren: Der Porzer Fußballticker verabschiedet sich in den Ruhestand

Liebe Fußballfreunde,

mit dem Ende der laufenden Saison 2025/2026 wird der Porzer Fußballticker seine legendäre Pressearbeit einstellen. Nach fast einem Vierteljahrhundert – insgesamt 24 ereignisreichen Jahren – legen wir die Tastatur beiseite und verabschieden uns von der digitalen Seitenlinie.

Doch wir ziehen nicht von heute auf morgen den Stecker! Um diesen Meilenstein gebührend zu feiern und uns von jedem Platz angemessen zu verabschieden, startet ab sofort unsere offizielle Abschieds-Tournee.

Bis zum finalen Saisonende am 7. Juni 2026 werden wir die Porzer Sportplätze noch einmal mit besonderer Intensität besuchen. Wir wollen die verbleibenden Monate nutzen, um die Atmosphäre aufzusaugen, alte Weggefährten zu treffen und die Geschichten schreiben, die unseren Lokalfußball so einzigartig machen.

In den nächsten Wochen werden wir auch unser großes Archiv noch einmal durchforsten, alles ein wenig Revue passieren lassen und ein wenig in Erinnerungen schwelgen. Dazu veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen bis zum Schluss noch einige Sonderausgaben. Begleitet uns auf dieser letzten Reise durch die Stadien unseres Stadtbezirks.

Mit den besten Wünschen