


4:3! Mama Mia! SpVg. Porz verspielt bei Abstiegskandidat Weiden eine 1:3-Führung und verliert die Partie!
Kiliz, Rabhi und Kim wähnten „Rothosen“ als Winner – Wendt-Elf noch mit komfortablem 8-Punkte-Vorsprung – Nächste Woche kommt der SSV Siegburg
Die Partie begann turbulent. Weiden ging durch Rade Kostadinov früh in Führung (14.), doch Porz reagierte sofort. Nur drei Minuten später glich Metin Kizil aus (17.). In der Folge übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und drehten die Begegnung noch vor der Pause. Abderrahman Rabhi brachte Porz in der 38. Minute erstmals in Führung, ehe Eung-yu Kim kurz vor dem Halbzeitpfiff sogar auf 1:3 erhöhte (45.+1).
Trainer Jonas Wendt sah seine Mannschaft in dieser Phase klar überlegen. „Wir waren eigentlich von der ersten Minute an die spielbestimmende Mannschaft“, erklärte der 43-Jährige nach dem Spiel. Zwar habe sein Team zunächst mit der ersten Aktion der Gastgeber den Rückstand kassiert, doch
danach habe man ruhig reagiert und die Partie verdient gedreht. Mit dem 3:1 zur Pause lag Porz komfortabel vorne – „ohne dabei eine überragende Leistung zeigen zu müssen“, wie Wendt einräumte.
Der Plan für die zweite Hälfte sei eigentlich eindeutig gewesen. „Wir wollten das Spiel konzentriert und kompakt zu Ende spielen.“ Doch genau das gelang den Gästen nicht mehr. Ein abgefälschter Freistoß brachte Weiden wieder zurück in die Partie: Meik Kühnel verkürzte auf 2:3 (51.). Danach verlor Porz zunehmend die Stabilität. „Wir standen hinten nicht mehr so kompakt und waren in den Zweikämpfen auch nicht mehr so giftig, wie es nötig gewesen wäre“, erklärte Wendt.

Der Druck der Gastgeber wuchs – und wurde kurz vor Schluss belohnt. Nach einem Standard traf der eingewechselte Shadrac-Don Futi zum 3:3 (85.). Wendt ärgerte sich besonders über diese Szene: „Wir lassen einen Standard zu, obwohl das eigentlich vermeidbar gewesen wäre. Der Ball segelt rein, wir sind nicht nah genug am Mann – und plötzlich steht es 3:3.“
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams wollten den Sieg – doch das glücklichere Ende hatte Weiden. In der Nachspielzeit traf erneut Futi zum 4:3 (90.+2). „Wir klären eine Zwei-gegen-Zwei-Situation eigentlich schon, doch der Ball springt zufällig zu einem freien Spieler im Strafraum, der zum 4:3 einschiebt“, beschrieb Wendt die entscheidende Szene als äußerst unglücklich für seine Mannschaft.
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Liga Update:
In der unteren Tabellenregion hat die SpVg. Porz (20 Pkt.) eine große Chance auf einen möglichen vorzeitigen Klassenerhalt vertan. Trotz 3:1-Führung verlor die Mannschaft am Ende noch mit 4:3 in Weiden, womit sich der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (Teutonia Weiden/12) auf 8 Punkte verringerte. Der FC Hennef weist 17 Zähler auf. Im Abstiegsduell zwischen den SF Düren (11) und dem FC Pesch siegten die Sportfreunde, womit Pesch (5) seine Planungen für die Landesliga aufnehmen kann.
An der Spitze konnte das Führungsduo SV Bergisch Gladbach 09 (41 Pkt.) und Eintracht Hohkeppel (39) dreifach punkten. Der VfL Vichttal (36) scheint derzeit am ehesten in der Lage zu sein, noch in das Rennen um die Meisterschaft aktiv einzugreifen.
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Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz): „Ich halte ganz klar die Hand schützend über meine Mannschaft. Nach einer langen Wintervorbereitung und zuletzt zwei Spielen mit hoher Intensität sind im Unterbewusstsein ein paar Prozentpunkte verloren gegangen. Die Mannschaft hat sich hier nicht aufgegeben und auch nicht hängen lassen. Von Arbeitsverweigerung kann überhaupt keine Rede sein. Solche Spiele passieren im Fußball einfach. Natürlich ist die Niederlage ärgerlich.
Mit einem Sieg hätten wir uns deutlich absetzen können. So müssen wir die Spannung weiter hochhalten. Vielleicht brauchen wir genau das auch. Ich werde ganz sicher nicht den Knüppel rausholen und auf die Jungs einhauen. Dafür performt die Mannschaft seit vielen Wochen einfach zu gut. Heute war einfach ein Tag zum Vergessen – Mund abputzen und weitermachen.“

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