Mega 3:1! SpVg. Porz kämpft mit überragender Moral das Schwergewicht aus Wegberg mit 10 Mann nieder!  

Spiegel, Rosteck und Kiliz ziehen großen Goliath den Zahn – Pletto fängt sich nach 52 Minuten glattes Rot – Nächsten Freitag wichtiges Duell bei SF Düren

Mit einer leidenschaftlichen Teamleistung und großer Moral hat die SpVg. Porz den FC Wegberg-Beeck mit 3:1 (1:0) bezwungen. Trotz langer Unterzahl verdienten sich die Porzer durch Einsatz, Disziplin und die größere Zielstrebigkeit drei wichtige Punkte.

Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Torchancen waren im ersten Durchgang auf beiden Seiten Mangelware. In der 37. Minute hatten die Gastgeber erstmals Glück, als Wegberg-Beeck nur die Latte traf. Wenig später rettete Nils Hühne für die Gäste auf der Linie. Insgesamt präsentierte sich die Defensive der Mannschaft von Trainer Jonas Wendt jedoch sehr aufmerksam und ließ aus dem Spiel heraus kaum etwas zu. Mit dem Pausenpfiff schlug Porz dann zu: Eine scharfe Hereingabe verwertete Daniel Spiegel nach Vorarbeit von Shin-Young Hwang aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung (45.).

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Rothosen den besseren Start. Ein flaches Zuspiel strich knapp am langen Pfosten vorbei (47.), wenig später verhinderte erneut das Aluminium einen weiteren Treffer. Doch praktisch im Gegenzug nahm die Partie eine entscheidende Wendung: Gero Pletto brachte Niklas Koppitz kurz vor dem Strafraum zu Fall und sah als letzter Mann die Rote Karte (53.). Den fälligen Freistoß verwandelte Nils Hühne direkt zum 1:1-Ausgleich (55.).

Trotz der Unterzahl versteckte sich Porz keineswegs. Die Mannschaft blieb mutig und setzte weiterhin offensive Akzente. In der 68. und 79. Minute boten sich gute Möglichkeiten zur erneuten Führung. Auf der Gegenseite kam auch Wegberg-Beeck zu Chancen, unter anderem durch Marc Brasnic (82.) und Marc Kleefisch (83.).

Die Entscheidung fiel schließlich in der Schlussphase. Nach einer Standardsituation köpfte André Rosteck eine Flanke von Etienne Kamm zur 2:1-Führung ins Netz (85.). Nur wenig später sorgte Metin Kizil nach Zuspiel von Luca Fünfzig für das 3:1 (88.) und die endgültige Entscheidung. Auch die sechsminütige Nachspielzeit änderte nichts mehr am Ausgang der Partie.

Am Ende war der Erfolg für die SpVg. Porz verdient: Die Mannschaft agierte aggressiver, zeigte große Leidenschaft und erspielte sich trotz Unterzahl die besseren Torchancen. Durch den Erfolg hat die SpVg. jetzt 8 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Bereits am kommenden Freitag reist die Wendt-Elf zum Tabellenfünfzehnten SF Düren zum vorgezogenen Meisterschaftsspiel (Anpfiff: 20.00 Uhr). Der Erfolg gegen Wegberg sollte der Mannschaft genug Selbstvertrauen geben, die nächste schwere Hürde zu meistern.

Liga Update:

Mit dem Dreier gegen den FC Wegberg-Beeck fuhr die SpVg. Porz einen großen Big-Point ein. Der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz konnte auf 8 Punkte ausgebaut werden (17 Pkt.). Für Teutonia Weiden (9), SF Düren (9), (übrigens die nächsten Gegner der „Rothosen“) und dem FC Pesch (5) sieht es bereits zum Rückrundenstart düster aus.

An der Spitze hat der ungeschlagene Tabellenführer SV Bergisch Gladbach 09 (38) den 5-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Eintracht Hohkeppel (33) gewahrt. Ob der Siegburger SV (31) und der SSV Merten bzw. VfL Vichttal (beide 30) weiter Tuchfühlung halten können, werden die nächsten Wochen zeigen. 

 Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz): „Das war eine Wahnsinnsleistung der gesamten Mannschaft. Wegberg hat ein individuell stark besetztes Team, doch heute hat unsere herausragende Teamleistung die individuelle Qualität geschlagen. Wir waren heute einfach die bessere Mannschaft, haben Wegberg sogar gut 40 Minuten in Unterzahl dominiert und wir hatten darüber hinaus noch viele Chancen mehr Tore zu machen.

Ich muss heute vor der Mannschaft 1000 Hüte ziehen, sie hat mit Herz und unbändigen Einsatzwillen diese Aufgabe regelrecht zelebriert. Für mich war das eines der besten Spiele die wir bis heute hier abgeliefert haben. Ein Blick auf die Tabelle zeigt uns wie wichtig das heute war, aber trotz aller Freude mahne ich davor, jetzt nur einen Millimeter übermütig zu werden. Mit Düren und Weiden kommen jetzt zwei ganz wichtige Partien, wo wir TOP-vorbereitet sein müssen.“