24 Jahre Fussballticker-Rückblick:

Alles hat seine Zeit …
Mit Beendigung der Saison 25/26 geht auch der Porzer Fussballticker in seinen wohlverdienten Ruhestand. 24 Jahre lang haben wir die Porzer Fußballvereine begleitet und ihnen eine Bühne gegeben. Wir haben Menschen zusammengebracht, Konflikte durch offene Worte entschärft und Karrieren sowie Lebenswerke dokumentiert.
Am 7. Juni 2026 wird beim Porzer Fußballticker der letzte Abpfiff ertönen. Doch bevor wir die Tastaturen endgültig zuklappen und die digitalen Tore schließen, wollen wir gemeinsam mit euch noch einmal die Reise durch die Zeit antreten.
Jeden Freitag: Ein Stück Unsterblichkeit
Wir öffnen das Archiv, die heilige „Ticker-Schatzkammer“ (2002–2026), und präsentieren euch in den verbleibenden Wochen ein wöchentliches Highlight-Programm, das die Herzen aller Amateurfußball-Romantiker höherschlagen lässt.
Heute schauen wir noch mal auf unsere legendäre Trophy-League, die 2004 ins Leben gerufen wurde. 22 Jahre lang haben wir den besten Porzer Goalgetter, den besten Porzer Goalkeeper und die beste Goalgunner-Mannschaft der Saison geehrt. Alle Gewinner haben ihren Platz in der Hall of Fame gefunden. Viel Spaß beim Lesen.
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Das Vermächtnis des Porzer Fußballs: 22 Jahre Leidenschaft, große Legenden und ewige Rekorde
Hier ist der ultimative Rückblick auf die Giganten zwischen den Pfosten, die Torfabriken der Liga und die eiskalten Vollstrecker. Dank der großzügigen Unterstützung von Sponsoren wie Robby Gebhard, Sabine Kluge, Philipp Leugermann, Jan Roland, Christian Vonthron und weiteren erhielten die Preisträger neben der ewigen Ehre in der „Hall of
Fame“ auch eine Urkunde, einen prachtvollen Pokal und einen Scheck über 100,00 EUR für die Mannschaftskasse.
„Der Huni“ war oft der Grundstock für legendäre Abschlussfahrten oder feuchtfröhliche Grillabende. Es waren nicht nur die Spielberichte, die den Ticker zur Institution machten. Es war die Magie der „Goalgetter-Trophy“, „Goalkeeper-Trophy“ und die „Gunners-Trophy“, die über zwei Jahrzehnte hinweg Helden gebar, Legenden schuf und den Ehrgeiz in jedem Porzer Kicker weckte.
Das Ritual: Mehr als nur Blech und Tinte
Die Goalkeeper-Trophy:
Ein Torwart ist ein Solist im Kollektiv. Ein Patzer macht ihn zur „Bahnschranke“, eine Glanzparade zum „Fußballgott“. In Porz wurden jene geehrt, die über 30 Spieltage hinweg Nerven aus Stahl bewiesen.
Der ewige Rekord des Christoph Reiners
Niemand prägte die Torwart-Zunft so sehr wie Christoph Reiners (FC
Germania Zündorf). Er stellte einen bis heute unerreichten Rekord auf: Vier Titel in Folge (2006–2010). Und dabei setzte er auch gleich eine unerreichte Bestmarke: In der Saison 2008/2009 kassierte er in 26 Spielen lediglich 13 Gegentore – ein Schnitt von unfassbaren 0,5 Toren pro Partie.
Weitere Aufstiegs-Titanen der Goalkeeper-Historie:
Sebastian Hamper (RSV Urbach II): Der Pionier der Aufstiegssaison 2005/2006 (33 Gegentore in 28 Spielen).
Christoph Reiners (Germania Zündorf) war der Torwart-Titan 2009/2010, als er nur 18 Gegentore in 30 Spielen kassierte und in die B-Liga aufstieg.
Danny Waidelich (RSV Urbach II): Garant für den A-Klassen-Aufstieg 2010/2011 (36 Gegentore in 28 Matches).
Daniel Götsch (GSV Prometheus Porz): Brachte sein Team 2011/2012
mit nur 28 Gegentoren in 30 Spielen in die Bezirksliga.
Dario Schweitzer (SV Westhoven-Ensen): Seine Paraden hievten den Club in die Bezirksliga (26 Gegentore in 30 Spielen).
Sebastian Smolka & Sebastian Trockenbroch (SV Westhoven-Ensen II: Aufstieg in die Kreisliga B/32 Gegentore in 28 Spielen in 2021/2022).
Christian Zyzniewski & Lukas Tschunitsch (SpVg. Porz, 2018/2019) – Legendärer Aufstieg in die Landesliga.
Dominique Mittenzwei (SpVg. Porz) in der Saison 2022/2023, wo er mit 32 Gegentoren in 30 Spielen großen Anteil am Mittelrheinliga-Aufstieg hatte.
Marco Smok (SpVg. Wahn-Grengel), der mit 44 Gegentoren in 24 Spielen den Aufstieg in die B-Liga sicherte.
In dieser Saison wird es einen neuen Gewinner geben. Anton Gutekunst vom SV Westhoven-Ensen wird sich die begehrte Trophy in den letzten drei Wochen nicht mehr nehmen lassen. Er hatte einen großen Anteil daran, dass der gebeutelte SVW nach einer klangen Durststrecke endlich wieder eine Meisterschaft und den Aufstieg in die B-Liga feiern kann.




Die Goalgunner-Trophy
Tore sind das Salz in der Suppe. Die „Gunners-Trophy“ belohnt die offensivstärkste Mannschaft – ein Titel, der den Teamgeist und den bedingungslosen Drang zum Tor feiert. Der SV Westhoven-Ensen (insbesondere die Zweitvertretung) entwickelte sich hier zum Seriensieger. Überhaupt: Die Freude bei der Übergabe der Gunners-Trophy war oft am größten, da sie den kollektiven Offensivgeist eines ganzen Teams würdigte.
Gunner-Rekord für die Ewigkeit:
Der ultimative Rekord (2022/2023): Der FC Germania Zündorf II pulverisierte alles Dagewesene. Mit einer beispiellosen Bilanz von 162 Treffern in 28 Spielen sicherten sie sich nicht nur den Aufstieg, sondern den ewigen Platz eins der Gunners-Historie.
Auf Rang 2 kommt die Zweitvertretung des SV Westhoven-Ensen, die es in der Saison 2014/2015 in der C-Liga auf 143 Treffer brachten.
Auf Platz 3 wird die Erstvertretung von Germania Zündorf geführt, die 2018/2019 insgesamt 142 Saisontore präsentieren konnten. Insgesamt haben es in 24 Jahren 10 Mannschaften (incl. SVW 25/26) geschafft, die 100-Tore-Marke zu knacken
Die Goalgetter-Trophy: Eiskalt, abgebrüht,
legendär
Die Jagd nach der Torjägerkrone war jedes Jahr das Herzstück des Tickers. Um die Leistung eines Stürmers in der Mittelrheinliga mit der in der Kreisliga C vergleichbar zu machen, nutzte der Ticker ein gerechtes ausgeklügeltes Quotienten-System. Dennoch gab es Spieler, die die Gesetze der Mathematik mit schierer Gewalt außer Kraft setzten.
Männi Hoffmann: Das Phänomen
Mit insgesamt vier Titeln (2011/2012, 2012/2013, 2014/2015 und 2015/2016) ist Männi Hoffmann (SV Westhoven-Ensen) die größte Ikone der Porzer Torschützen. Dazu gehört auch sein einzigartiger Tor-Rekord: 2014/2015 erzielte er 58 Saisontreffer – ein Wert für die Ewigkeit. Er bewies, dass man „rattenscharf“ auf die Trophy sein muss, um solche Marken zu setzen. Er ist der unangefochtene König von Porz.
Jan Hammes: Der Effizienz-König
Während Hoffmann für die Masse stand, steht Jan Hammes für die Qualität in hohen Ligen. Er war der Inbegriff von Konstanz. Er schaffte das Kunststück, als Erster die Trophy dreimal in Folge (2016/2017, 2017/2018 und 2018/2019) in der Bezirksliga mit dem SV Westhoven-Ensen einzuhamstern.
Mit Werten von 22, 30 und 29 Toren bewies er Jahr für Jahr seine Extraklasse. Allerdings wird er in diesem Jahr seine Punkte-Bestmarke von 80,10 Punkten (Saison 2017/2018) verlieren. Metin Kizil von der SpVg. Porz hat bereits jetzt drei Spieltage vor Schluss noch einen höheren Wert erreicht. Aktuell steht er bei 82,98 Punkten und wird damit auf den letzten Ticker-Metern in die Geschichte eingehen.
Sahin Eryigit: Der Dauerbrenner
Ebenfalls dreimal (2007/2008, 2008/2009, 2010/2011) krönte sich der pfeilschnelle Stürmer vom RSV Urbach zum König von Porz. Er war das Gesicht der frühen Ticker-Jahre.
Unvergessene Einzelleistungen:
Sascha Schmitz (TuS Langel): Der allererste Sieger (2004/2005) mit 42
Toren. Er war der Pionier. In der Geburtsstunde der Trophy (2004/2005) setzte er mit 42 Treffern eine Marke, an der sich fast ein Jahrzehnt lang alle die Zähne ausbissen.
Ahmet Ayranci (Mevlana Porz): Er durchbrach 2013/2014 als Erster die 50-Tore-Schallmauer. Für die Trophy legte er viele Sonderschichten ein.
Julio Molongua (SpVg. Porz): Er wechselte 2022/2023 zur Winterpause zu den „Rothosen“ und schoss das Team fast im Alleingang mit 16 Rückrunden-Toren in die Mittelrheinliga.
Justin Heinz Kroll: Er sicherte sich 2023/2024 mit 31 Toren seinen Platz in der „Hall of Fame“ und zeigte, dass der Nachwuchs bereitsteht.


Der „Robby Gebhard Pokal“: Die Krone für den Besten
Zusätzlich zu den statistischen Werten stiftete Robby Gebhard den Preis für den „Besten Porzer Spieler der Saison“. Hier zählten nicht nur Tore, sondern Präsenz, Fairness und spielerische Eleganz. Um in der Porzer Fußballszene als „Bester Fußballer der Saison“ ausgezeichnet zu werden, braucht es mehr als nur ein bisschen Ballgefühl. Dieser besondere Cup genoss immer einen hohen Stellenwert und war für den Spieler auch eine große Belohnung für die harte Saisonarbeit.
Für die Redaktion waren die Wahlen oft schwierige enge Entscheidungen. Der eine hatte die technische Brillanz & Effizienz, der andere Torinstinkt, Mentalität oder war Assist-König. Andere hatten die
typische Führungsqualität, die lokale Identifikation, die Konstanz oder die physische und psychische Fitness und Stärke.
Eines war ein ungeschriebenes Redaktionsgesetz: Um den Titel zu holen, musst du die Technik eines Profis, das Herz eines Amateurs und die Leidenschaft eines Porzers mitbringen. Daran haben wir uns immer gehalten. Und ja, wir geben es zu: Die anschließenden Redaktionsabende endeten auch dann in so mancher Bierrunde, wo man das runde vom eckigen nicht mehr so richtig unterscheiden konnte… aber das ist ein anderes Thema.
Die beste Trainer und Betreuer-Crew
In unregelmäßigen Abständen ehrte der Porzer Fussballticker auch die beste Trainer- und Betreuer-Crew der Saison. Während die Trainer immer im Rampenlicht der Berichterstattung standen, wurden die Co-Trainer und Betreuer eher zu gefühlten „Mitläufern“. Das durfte nicht so bleiben!
Um zur „Besten Trainergilde der Saison“ in einer fußballverrückten
Region wie Porz gekürt zu werden, reichte es nicht mehr aus, nur die Hütchen gerade aufzustellen. In der modernen Amateurszene ist das Trainer- und Betreuerteam das Herzstück, das den Verein zwischen Kabine, Platz und Vereinsheim zusammenhält.
Ein Top-Stab funktioniert wie ein kleines Unternehmen. Die Rollenverteilung muss blind sitzen: Der clevere Taktiker (Chefcoach), der heiße Motivator (Co-Trainer) und die fleißigen Betreuer, die Seele

des Teams. Sie sind die wahren Logistiker, Psychologen und „Materialwart“ in einem.
Wenn die Trikots akkurat hängen und das Wasser bereitsteht, kann sich das Team auf den Fußball konzentrieren. In den unteren Ligen spielt niemand für Millionen, sondern für den Spaß und die Gemeinschaft. Wer in Porz Erfolg haben will, muss die lokale Mentalität verstehen. Hier werden noch Empathie und das Fußballerherz gelebt.
Ein wehmütiger Abschied
Die Spannung, die diese Trophäen erzeugten, war wochenlang auf der Website und auf den Sportplätzen zu spüren. Spieler rechneten nach dem Abpfiff ihre Quoten aus, Trainer motivierten ihre Teams mit der Aussicht auf die „Gunners“-Mannschaftskasse, und die Fans diskutierten in den Kommentaren über die „Mauer von Porz“.
Mit dem Ruhestand des Porzer Fußballtickers am 7. Juni 2026 endet dieses wunderbare Verfahren. Was bleibt, ist die „Hall of Fame“ – ein gedrucktes und digitales Zeugnis von Schweiß, Tränen und dem unbändigen Stolz, ein „Porzer Preisträger“ zu sein.
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner der letzten 22 Jahre!













