5 : 2! SpVg. Porz kann Personalausfälle nicht kompensieren und geht beim 1. FC Düren unter!

Treffer von Aziz und Rosteck nur Ergebniskosmetik – Es bleibt bei 7 Punkten Vorsprung – Am Sonntag kommt der Tabellenletzte FC Pesch

Während der 1. FC Düren durch einen deutlichen 5:2-Heimsieg den Klassenerhalt auch rechnerisch in trockene Tücher gewickelt hat, muss der personell extrem gebeutelte Tabellendreizehnte SpVg. Porz trotz eines Vorsprungs von sieben Punkten auf die Sportfreunde Düren weiter um den Verbleib in der Mittelrheinliga zittern.

Sportlich ließen die Hausherren wenig anbrennen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase stellten sie die Weichen kurz vor und direkt nach der Pause endgültig auf Sieg. „Besonders wichtig waren in diesem Zusammenhang der Treffer zum 2:1 kurz vor der Pause sowie das schnelle 3:1 direkt nach dem Seitenwechsel. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit war es am Ende ein hochverdienter Erfolg mit sehr schön herausgespielten Toren“, bilanziert Dürens-Coach Lausberg, der sechs Spieltage vor Schluss bei 18 Punkten Vorsprung auf die rote Zone einen Haken hinter das Saisonziel machen kann: „Ich bin sehr, sehr stolz auf die Mannschaft. Wir haben heute den Klassenerhalt so gut wie perfekt gemacht. Das ist eine hervorragende Leistung, wenn man bedenkt, wo wir herkommen.

Porz geht am Stock: Acht Stammkräfte fehlen

Ganz anders die Gemütslage bei der SpVg Porz. Trainer Jonas Wendt muss derzeit eine Herkulesaufgabe bewältigen, die kaum noch mit sportlichen Maßstäben zu messen ist. „Wir mussten wieder ‚würfeln’“, beschreibt Wendt die prekäre Lage. Mit Abderrahman Rabhi, der sich im Abschlusstraining schwer am Sprunggelenk verletzte, wuchs die Liste der Ausfälle auf acht potenzielle Startelf-Spieler an. „Ich will nicht rumjammern, aber acht potenzielle Startelf-Spieler kann kein Team in dieser Liga einfach so ersetzen: Torhüter Dominique Mittenzwei, Taylan Gülmez, Buhari-Ibn Tusina, Eung-yu Kim, Metin Kizil, Daniel Spiegel, Etienne Kamm und Abderrahman Rabhi. Das kriegen wir in der Summe nicht aufgefangen“, so Wendt konsterniert.

Trotz der frühen kalten Dusche zum 0:1 bewiesen die Porzer zunächst Moral und kamen zum verdienten Ausgleich. Doch die Gegentreffer zu den psychologisch ungünstigsten Zeitpunkten brachen den Gästen das Genick. „Wir kassieren ausgerechnet mit dem Pausenpfiff das 1:2. Das sind Nackenschläge, die wehtun“, meint Wendt. In der zweiten Halbzeit fehlten dann die Körner: „Mental waren wir angeschlagen, und uns fehlte schlichtweg die Qualität, so ein Spiel gegen einen Gegner wie Düren noch einmal zu drehen. Das 4:1 und 5:1 fielen dann am Ende, als wir hinten aufgemacht haben.

Zusätzlich zum sportlichen Verletzungspech plagen den Verein interne Querelen. „Die Stimmung in Porz war schon mal besser, da brauchen wir nicht drumherum zu reden. Auch vereinsintern gibt es durch den Präsidentschaftswechsel Unruhen – wir hoffen alle, dass dort bald wieder Ruhe einkehrt, denn die Situation ist für uns momentan nicht schön“, gewährt Wendt Einblicke in das angespannte Umfeld.

Seinen Humor hat der Coach trotz der Misere nicht ganz verloren: „Ich habe schon selbst überlegt, die Schuhe wieder zu schnüren, aber meine Luft reicht maximal für sieben Minuten – für einen Freistoß würde es vielleicht noch reichen.“ Doch der Ernst der Lage ist ihm bewusst. Vor dem nächsten Duell gegen Pesch gilt es, die Trümmer zusammenzusuchen: „Wir müssen irgendeine Elf auf die Platte zaubern, die an diesem Tag alles geben wird, um die drei Punkte in Porz zu behalten.“

(Mit Dank und freundlicher Genehmigung von Andreas Santner/FuPa.net zum Teil übernommen)

 

Liga Update:

Die SpVg. Porz (21 Pkt.) bleibt trotz der Niederlage beim 1. FC Düren weiter auf dem Rettungsplatz kleben, da Aufsteiger SF Düren (14) keine Punkte wettmachen konnte. Teutonia Weiden (13) vermeldete einen Punktgewinn und der FC Pesch (8) bleibt Tabellenletzter.

An der Tabellenspitze verliert der SV Bergisch Gladbach 09 (54) sein Match, büßt aber nur einen Punkt gegenüber der Konkurrenz ein. Der Siegburger SV (50), Regionalliga-Absteiger Eintracht Hohkeppel (49) und der VfL Vichttal (49)  müssen auf weitere Gladbacher-Ausrutscher hoffen.

 Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz): Wir konnten heute die Vielzahl der Ausfälle nicht kompensieren. Damit kannst du in der Mittelrheinliga nicht bestehen. Dann kommt dann noch ein schlechter Spielverlauf und dann ist die Sache ganz schnell gegessen. Mal schauen wer am Sonntag aufläuft.“    

Abpfiff nach 24 Jahren: Der Porzer Fußballticker verabschiedet sich in den Ruhestand

Liebe Fußballfreunde,

mit dem Ende der laufenden Saison 2025/2026 wird der Porzer Fußballticker seine legendäre Pressearbeit einstellen. Nach fast einem Vierteljahrhundert – insgesamt 24 ereignisreichen Jahren – legen wir die Tastatur beiseite und verabschieden uns von der digitalen Seitenlinie.

Doch wir ziehen nicht von heute auf morgen den Stecker! Um diesen Meilenstein gebührend zu feiern und uns von jedem Platz angemessen zu verabschieden, startet ab sofort unsere offizielle Abschieds-Tournee.

Bis zum finalen Saisonende am 7. Juni 2026 werden wir die Porzer Sportplätze noch einmal mit besonderer Intensität besuchen. Wir wollen die verbleibenden Monate nutzen, um die Atmosphäre aufzusaugen, alte Weggefährten zu treffen und die Geschichten schreiben, die unseren Lokalfußball so einzigartig machen.

In den nächsten Wochen werden wir auch unser großes Archiv noch einmal durchforsten, alles ein wenig Revue passieren lassen und ein wenig in Erinnerungen schwelgen. Dazu veröffentlichen wir jeden Freitag bis zum Schluss noch einige Sonderausgaben. Begleitet uns auf dieser letzten Reise durch die Stadien unseres Stadtbezirks.

Mit den besten Wünschen