Ganz bitteres 1:5! SpVg. Porz geht im schlechtesten Saisonspiel gegen Siegburg gnadenlos unter! 

Kim mit Ergebniskosmetik – Indiskutable Vorstellung der Rothosen im ersten Abschnitt – Jetzt gehts zum SSV Bornheim

Im Heimspiel zwischen der SpVg. Porz und dem Siegburgr SV handelte sich die Wendt-Elf eine herbe 1:5 (0:3)-Schlappe ein und hätte sich nicht beklagen können, wenn das Ergebnis am Ende noch deutlicher gewesen wäre. Somit muss in Porz weiter der Blick nach unten gerichtet werden. Durch die gleichzeitigen Siege von Hennef und den Sportfreunden Düren ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf sechs Punkte geschrumpft.

Porz beginnt ordentlich – Siegburg eiskalt

Die Gastgeber starteten zunächst durchaus ordentlich in die Partie. Porz-Trainer Jonas Wendt sah seine Mannschaft in der Anfangsphase auf Augenhöhe. „Die ersten 15 Minuten haben wir eigentlich ordentlich mitgespielt. Ich glaube sogar, dass wir die erste größere Chance im Spiel hatten.“

Doch nach rund 25 Minuten nahm das Spiel eine klare Richtung. Waiss Ezami brachte Siegburg in Führung (25.). Wenig später erhöhte Kelana Mahessa auf 0:2 – nachdem er zunächst mit einem Foulelfmeter an Torwart Dominique Mittenzwei gescheitert war, den Nachschuss aber verwandelte (29.). Nur wenige Minuten später traf erneut Ezami zum 0:3 (37.).

Für Wendt war diese Phase entscheidend: „Nach dem 0:1, das durch einen individuellen Fehler entstanden ist, ist unser Kartenhaus ein Stück weit zusammengebrochen.“ Bis zur Pause habe sich seine Mannschaft „gefühlt leidenschaftslos präsentiert – ohne Zweikampfführung und ohne Gegenwehr“. Gerade im Abstiegskampf sei so eine Leistung nicht akzeptabel.

Siegburg nutzt Chancen konsequent

Siegburgs Trainer Alexander Otto war vor allem mit der Effizienz seiner Mannschaft zufrieden. „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr effizient mit unseren Torchancen und haben unsere Möglichkeiten konsequent genutzt.“ Auch nach der Pause blieb der Siegburger SV gefährlich. Zwar dauerte es zunächst, bis die Gäste ihre Überlegenheit erneut in Tore ummünzten, doch sie kontrollierten das Spiel weitgehend.

Porz geht ins Risiko

Die Gastgeber versuchten nach der Pause noch einmal, zurück in die Partie zu finden. „In der zweiten Halbzeit wollten wir versuchen, schnell einen Anschlusstreffer zu erzielen und so etwas wie einen ‚Porzer Moment‘ zu erzeugen“, erklärte Wendt. Fast wäre dieser auch gelungen, als Gero Pletto kurz nach Wiederbeginn mit einem Distanzschuss knapp am Pfosten vorbeizielte. „Wir sind ins Risiko gegangen und haben fast All-in gespielt“, sagte Wendt. Dadurch öffneten sich zwangsläufig Räume in der Defensive.

Wendt: „Hätte sogar noch höher ausfallen können“

Diese Räume nutzte Siegburg in der Schlussphase konsequent aus. William McIntosh erhöhte in der 76. Minute auf 0:4. Zwar gelang Eung-yu Kim kurz darauf noch der Ehrentreffer für Porz (83.), doch Sebastian Stupp stellte mit dem 1:5 kurz vor Schluss den Endstand her (89.).

Wendt räumte ein, dass die Niederlage auch in dieser Höhe verdient gewesen sei. „Bei einer besseren Chancenverwertung hätte es für Siegburg sogar noch höher ausgehen können.“ Einzig Torwart Dominique Mittenzwei habe mit mehreren starken Paraden einen noch höheren Rückstand verhindert.

Während Porz die eigene Leistung kritisch analysieren muss, zeigte sich Siegburgs Trainer zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Die Mannschaft hat das Spiel insgesamt sehr konzentriert und geschlossen zu Ende gespielt“, sagte Otto. „Am Ende steht ein klarer Sieg, über den wir uns natürlich sehr freuen.“

Für Siegburg bedeutet der Erfolg die Festigung von Platz vier und weiterhin Kontakt zur Spitzengruppe der Liga. Porz hingegen muss nach der deutlichen Niederlage den Blick stärker nach unten richten – auch wenn der Vorsprung auf die Abstiegsplätze noch sechs Punkte beträgt. „Jetzt müssen wir uns schütteln und vor allem mit der ersten Halbzeit intensiv beschäftigen, denn so etwas kann ich so nicht stehen lassen“, erklärt Wendt abschließen.

(Mit bestem Dank und Genehmigung von Redakteur Andreas Santner und Fotografin Lucy Neuber übernommen)

Liga Update:

In der unteren Tabellenregion ist das vor einigen Wochen gute 11-Punktepolster der SpVg. Porz auf 6 Punkte heruntergeschmolzen. Punktgleich mit dem FC Hennef müssen die „Rothosen“ weiter Vorsicht walten lassen. Aufsteiger SF Düren blieb Sieger im direkten Abstiegsduell vs. Weiden und folgt mit 14 Zählern. Teutonia Weiden weist 12 Zähler auf und für den FC Pesch (5) gibt es kaum noch Hoffnung.

An der Spitze konnte das Führungsduo SV Bergisch Gladbach 09 (44 Pkt.) und Eintracht Hohkeppel (42) erneut dreifach punkten. Auch der VfL Vichttal (39) war erfolgreich, während der siegreiche Siegburger SV (37) auf Ausrutscher in der Spitze hoffen muss.

 Jonas Wendt (Trainer SpVg. Porz): „Was in der 1. Halbzeit passiert ist, kann ich so nicht stehen lassen.“

🏁 Abpfiff nach 24 Jahren: Der Porzer Fußballticker verabschiedet sich in den Ruhestand

Liebe Fußballfreunde,

mit dem Ende der laufenden Saison 2025/2026 wird der Porzer Fußballticker seine legendäre Pressearbeit einstellen. Nach fast einem Vierteljahrhundert – insgesamt 24 ereignisreichen Jahren – legen wir die Tastatur beiseite und verabschieden uns von der digitalen Seitenlinie.

Doch wir ziehen nicht von heute auf morgen den Stecker! Um diesen Meilenstein gebührend zu feiern und uns von jedem Platz angemessen zu verabschieden, startet ab sofort unsere offizielle Abschieds-Tournee.

Bis zum finalen Saisonende am 7. Juni 2026 werden wir die Porzer Sportplätze noch einmal mit besonderer Intensität besuchen. Wir wollen die verbleibenden Monate nutzen, um die Atmosphäre aufzusaugen, alte Weggefährten zu treffen und die Geschichten schreiben, die unseren Lokalfußball so einzigartig machen.

In den nächsten Wochen werden wir auch unser großes Archiv noch einmal durchforsten, alles ein wenig Revue passieren lassen und ein wenig in Erinnerungen schwelgen. Dazu veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen bis zum Schluss noch einige Sonderausgaben. Begleitet uns auf dieser letzten Reise durch die Stadien unseres Stadtbezirks.

Mit den besten Wünschen