Grippegebeuteltes Viktoria Köln verliert Spitzen-Match gegen Saarbrücken mit 1:2

Ausgleichstreffer von Bogićević am Ende zu wenig – Janßen-Elf verliert den Anschluss an die Spitzengruppe – Janßen-Elf nächste Woche bei Erzgebirge Aue

von Werner Kilian

Das langersehnte Flutlicht-Match zwischen dem FC Viktoria Köln und dem 1. FC Saarbrücken verlor die Mannschaft von Trainer Olaf Janßen am vergangenen Freitag mit 1:2 (0:1). Die arg grippegebeutelte Viktoria verpasste damit einen Sprung in der Spitzengruppe und fiel auf Rang 6 zurück. Mit 40 Punkten weist die Equipe jetzt bereits 7 bzw. 8 Punkte Rückstand auf das Führungstrio der 3. Liga auf. Saarbrücken hingegen hielt Tuchfühlung zu den beiden führenden Teams aus Dresden und Cottbus.

Im ersten Abschnitt bekamen die 5.500 Zuschauer eine ausgeglichene Partie zu sehen, wo keine Elf der Partie den vielzitierten Stempel aufdrücken konnte. Die Gäste gewannen zwar optisch ein wenig die Spielhoheit, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Die Hausherren konnten dann vor dem Pausenpfiff das Match etwas ausgeglichener gestalten, fingen sich dabei aber noch das 0:1 vor dem Wechsel. In der 43. Min. ließ der Defensivverbund die letzte Konsequenz vermissen, und Saarbrückens Krahn setzte das Leder zum Pausenstand in die Maschen.

Der Vorsprung hielt jedoch nur vier Minuten. Da setzte sich May auf der Linksaußenposition mustergültig durch und flankte das Leder gefährlich in den Saarbrücker-5m-Raum. Die Gäste konnten zwar zunächst klären, doch das Leder fiel Viktoria-Akteur Bogićević vor die Füße, der aus gut 18m in die untere linke Ecke einschießen konnte. Die Saarländer waren sichtlich geschockt und liefen danach meist dem Leder nur hinterher.

Viktoria Köln verspielt den Siegtreffer, Saarbrücken trifft

Innerhalb von 10 Minuten erspielte sich das Janßen-Team hochkarätige Chancen, die aber allesamt durch Sticker und zwei Mal Lopes Cabral ungenutzt blieben. Viktoria war jetzt spielbestimmend und drängte die Gäste weiter in die Defensive. Mitten in diese Drangphase das völlig überraschende 1:2. Nach einem Steilpass der Gäste in den Viktoria 16er legte Krahn nochmal mustergültig quer und Rabihic, der das Leder zur bis dato unverdiente Führung des FCS im Kölner Tor unterbrachte.

An diesem plötzlichen Rückstand hatte der Gastgeber lange zu kauen und kam erst im Schlussviertel wieder zu guten Offensivaktionen. Fünf Minuten vor dem Ende hatten die Viktoria-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, doch ein Saarbrücker-Akteur rettete in letzter Sekunde auf der Torlinie. Den Schlusspunkt setzte dann Sticker, dessen 22m-Hammer nur knapp am Saarbrücker Gehäuse vorbeischrappte. Dabei blieb es.